Aquarell – Nass in nass und Whitespace

Irgendwie waren mir Aquarellfarben immer ein wenig suspekt. Irgendwo zwischen eingetrockneten Acrylfarben und zerbrochenen Linealen fristeten sie ein kümmerliches Dasein in der untersten Schublade – jahrelang unbenutzt. Beim Aufräumen kamen sie wieder zum Vorschein und beim betrachten der beigelegten Farbmusterkarte, kam Lust auf, mit diesen Farben zu arbeiten.

Aquarell vergibt keine Fehler, was gemalt ist ist gemalt. Zurück-Button gibt es keinen, und auch die anderen Techniken, ein Zuviel an Farbe wieder vom Papier zu kratzen oder schaben überzeugen mich nicht, da sie die Oberfläche des Papiers zerstören. Bei einem Missgeschick, kann das im schlimmsten Fall bedeuten, noch mal ganz von vorne anzufangen. Im besten Fall ist es bloss ein „happy little accident“, der das Bild sogar bereichert.

Irgendwie lässt sich mit Aquarell weniger erzwingen. Die Wasserfarben geben das Tempo an, will man trockene Schichten Lasieren ist warten angesagt, bis die Schichten auch wirklich trocken sind. Nass in nass erfordert eher einen Flüchtigen, raschen Malstil, die Flächen müssen gefüllt sein, bevor das Papier zu trocken ist. Dabei ohne Maskierflüssigkeit das was weiss bleiben soll, auszulassen, erfordert je nach Komplexität des Bildes schon ziemlich viel Übung und Sicherheit im Umgang mit dem Pinsel. Ein Grund mehr sich nach dem „kiss“ Prinzip zu orientieren und zu sagen: „Keep it simple, stupid!“. Weniger ist oft mehr.

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